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Erste Hilfe / Erstversorgung 16 Jun 2022 23:21 #12957

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... wtf ist das für ein Thread?!

Erste Hilfe? Will der uns verarscxxx?

Nein.

Ich möchte nur einmal einen Reminder ("Erinnerung") setzen, dass jeder jederzeit in eine Notsituation geraten kann.

Das kann auch auf dem Klo oder in einem Flugzeug sein.

Wäre es da nicht schön, wenn man dann da lebend raus käme?

Im Flieger: Glück gehabt! Jede/r Steward:es kann erste Hilfe...

... auf dem Klo: Schaut eurem Partner, Partnerin oder welche Lebensform ihr auch immer wählt mal in die Augen: Angst? Gut, dass es anderes herum... Oh Gott.

Warum mache ich diesen Thread auf?

In Deutschland sterben jedes Jahr eine Vielzahl an Menschen nur aufgrund der Tatsache, dass der Durchschnittsbürger entweder aus Angst etwas falsch zu machen gar nichts tut oder weil man es nicht mehr weiss...

(vollkommene Ignoranz klammer ich jetzt mal aus)

... wie war das mit der stabilen Seitenlage (damit der "Kunde" nicht erstickt)?

... Druckverband?

... mein Hamster hat Salzsäure getrunken, Erbrechen oder nicht Erbrechen?

... verdammte Heckenschere, wo sind die Finger? Was muss ich jetzt tun?

Macht man sich jetzt von der Realität ein Bild, dass die meisten Unfälle im Haushalt passieren, dann stellt euch selbst die Antworten:

A) Der/Die/Das was sich Partner/Kind/Elternteil nennt, da möchte ich möglichst alles geben

oder

B) Naja, die Lebensversicherung ist gut gedeckt

Das Ganze kann man jetzt theoretisch unendlich ausweiten, ich möchte aber auch nicht zum Apostel werden, deshalb eine Info die Augen öffnen sollte (Ich finde leider den Link nicht mehr):

Vor ein paar Jahren, ältere erinnern sich, gab es einen Anschlag beim Boston Marathon. Fakt. Fakt ist auch, dass ein Großteil der späteren Opfer überlebt hätte, hätten Personen erste Hilfe im notwendigen Ausmaß angewendet oder zumindest Grundkenntnisse gehabt.

Ich selbst habe nach dem Führerschein auch erstmal bestimmt 10 Jahre nichts in die Richtung gemacht, bis neben mir am der Ampel jemand einen Gesichtsbremser auf dem Asphalt gemacht hat. Da stand ich nun...

... dann kam irgendwann die Ersthelfer-Suche für den Arbeitsplatz. "na gut".

Ergebnis der letzten 5 Jahre:

4 Einsätze. 2x Verdacht Herzinfarkt (Na, wie geht die Herz-Lungen-Thematik noch?), wie war das noch mit Herzinfarkt? Hinlegen! Nein, doch aufrecht wegen Blutdruck,... oder war es Seitenlage? Und nun?

... ach im Zweifel finde ich mein Buch! Apropos, wo ist das...?

Einmal stark blutende Kopfplatzwunde (bei meinem Sohn). Um ihn herum alle Schockstarre, weil das Blut lief... Ich selbst stumpf das erlernte abgespult. Krankenwagen musste nichts mehr machen, ging direkt so in den Schockraum.

Defibrillator in der U-Bahn, da geh ich nicht dran, viel zu gefährlich... Blödsinn. Das kann jedes Kitakind.

Soetwas lernt man aktuell dort.

Alles zu harter Tobak jetzt?

Wenn ihr zumindest wisst wo der Verbandskasten ist, was da drin ist, das ist schon der erste Schritt.

Ich empfehle: Einmal Kino/Restaurant/Clubbesuch sparen, Ersthelferauffrischung buchen.

Hier wird soviel Geld für Hobbys ausgegeben, da sollte ein "Zwanni" für solch einen Kurs mal drin sein.

Nebenbei: Wenn der erste Patient "Danke" sagt, das ist mehr Wert als die schweizer Uhrensammlung...

Und, wie ist das eigene Resümee?
Gruß,
keegokies
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Erste Hilfe / Erstversorgung 17 Jun 2022 09:52 #12961

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Moin,
das eigene Resümee ? Ich bin Angestellter im öffentlichen Dienst, und habe eine med. Grundausbildung. Ich arbeite am / für den Menschen (Patienten), und wir bekommen alle 2 Jahre einen hausinternen Auffrischungskurs in "Erster Hilfe".
Das geht, weil ein Mitarbeiter mal zig Jahre beim ASB gearbeitet hat, und einen Schein hat, um solche Kurse geben zu dürfen, mit voller Anerkennung.
Fazit: Ich bin auf dem Laufenden.
Gruß Bernd
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Erste Hilfe / Erstversorgung 21 Jun 2022 15:19 #12998

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Ganz wichtiges Thema!
Beruflich konnte/"müsste" ich mir dahingehend einiges wissen aneignen. Das hat sich aber auch im privaten Umfeld gut bezahlt gemacht. Zwei Mal konnte ich bei Verkehrsunfällen, an denen ich vor eintreffen der Profis anwesend war, erste Hilfe leisten und die nötigen Schritte einleiten. Einmal hatte ein Herr offensichtlich einen Schlaganfall, leider dachten anscheinend andere Menschen in der Umgebung, der Typ sei einfach nur besoffen...
Kann mich dem Appell nur anschließen, auch, da sich in diesem Feld immer wieder etwas tut, wie z.B. der Einsatz von Defibrillatoren. Wichtig sind diese Kurse auch, um einfach Ängste zu nehmen, etwas falsch zu machen. Diese sind nämlich oftmals unbegründet. 

Ich hoffe es ist gestattet, dass ich das hier noch anschließe: 
Ebenso wichtig wie der First Aid Kurs, finde ich die Registrierung bei der DKMS und das besitzen eines Organspenderausweises. Auch damit könnt ihr Leben retten.
 
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Erste Hilfe / Erstversorgung 21 Jun 2022 19:37 #13002

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... ich kapere jetzt auch nochmal meinen eigenen Thread:

Mitbekommen, dass jetzt auch zwei Masken im Kfz-Verbandskasten liegen müssen?

Ich habe so die große Ahnung, dass nach Ablauf der Schonfrist das Ding öfters kontrolliert werden wird. Zeit ist noch einige.

Erfüllt werden muss jetzt die DIN 13164:2022. 13164:2014 ist also "Oldschool".

Und:

Sagte ich "Zwanni" für nen Kurs? Eine Mitgliedschaft beim ASB berechtigt wohl jährlich zu einem Kurs. Diese ist ab 1€ / Monat erhältlich.

Und wie zuvor geschrieben: Es hat sich einiges geändert, irgendwann ist das Abbinden herausgeflogen, die Seitenlage hat sich geändert, die Defibrillatoren sind hinzugekommen (Wo gibt's die? Wie werden sie angewendet? Wie finde ich die?) als auch die Thematik Motorradfahrer hat ein stärkeres Gewicht bekommen (Welche Verschlüsse gibt es und wie werden sie geöffnet).

Insgesamt empfinde ich die Kurse auch lebensnaher als zu meiner Führerscheinzeit ("Wenn er fies blutet und du nen Druckverband machen musst aber nicht an den Kasten kommst, dann nimm sein, dein oder ein anderes Kleidungsstück, wegen Belästigung wird dich niemand angehen. Die Thematik mit dem Dreck wird im Krankenhaus gelöst. Es bringt nichts, wenn du den Stau nach einem sterilen und noch gültigen Kasten absuchst, die Person aber zwischenzeitlich verblutet"). Das empfand ich lebensnaher als "Dann geht man an den Kofferraum, holt Material x raus und macht nach DIN xyz einen Verband mit 0,3 Grad Anschnitt in der Überlappung, zuvor aber unbedingt die Hände waschen gehen und trocken...".

Oder auch: Wenn ein Wagen brennt, wo findet man einen Feuerlöscher? LKW, Busse, Tankstellen,... da muss man sonst in der Praxis erstmal drauf kommen.


Auch hat sich mMn die Herzmassage geändert, ich könnte schwören früher war es nicht 30:2.

Edit: Die Kurse sind auch mehr "am Mann" also richtiges Training, weniger Theorie. Also kein Einschlafen nach 1 Stunde.
 
Gruß,
keegokies
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Erste Hilfe / Erstversorgung 22 Jun 2022 19:16 #13015

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Habe den Thread aufmerksam durchgelesen, und erlaube mir mal aus der Sicht eines Verletzten-Verunglückten- zu berichten.

In den 80er Jahren fuhr ich mit der Honda Gold Wing von der Wohnung zur Arbeit.
Muss noch erwähnen, Sturzhelm war noch nicht Plicht. Hatte ihn üblicherweise meistens auf.
Aber sagte zu mir -idiotischerweise- „denn brauchst du die paar Meter nicht!“
Jetzt muß ich etwas abschweifen, und zwar zur Gurtpflicht.
Kann mich noch gut erinnern, welch ein „Gezeter und Mordio“ war es als die Anschnallpflicht eingeführt wurde!
Viele sagten, in der Stadt nicht, aber auf Autobahn ist es notwendig! Blanker Unsinn wie‘s sich herausstellte, denn die Unfallhäufigkeit ist innerstädtisch wesentlich zahlreicher! Argumente gegen anschnallen: Bin schwanger, mein Kind im Bauch nimmt Schaden; mein armer Busen, durch das Anschnallen wird ein Kompott daraus ,  bei einen Unfall komme ich nicht mehr raus, und noch vieles mehr.
Bei Helm ähnlich, wie bei Halswirbel-und Kopfschäden ihn runterbringen. Heutzutage kein Problem mehr.
So, jetzt zum eigentlichen Bericht zurück.
Fuhr also meine Straße entlang, an einer Fußgängerampel-grün geschaltet!-auf eine seitliche Straßeneinmündung zu, dort bewegte sich eine Dame mit Fahrzeug auf meine Straße zu. Was mich irritierte, sie blickte nur nach rechts, dachte mir noch, na, sie wird halt nach rechts abbiegen wollen.
Aber was machte sie?
Nicht nach rechts, sondern kerzengrade auf mich zu, als wäre ich unsichtbar!
Und es kam wie es kommen mußte!
Sie fuhr mir voll in die Breitseite der Gold Wing rein, so, dass ich mit Riesenschwung über die Kreuzung katapultiert wurde, und mit den Kopf voran auf den Gehsteig landete.
Dazu muß ich sagen, ich hatte dabei noch einen Riesendusel, da die Links und rechts befestigten Krauserkoffer den Aufprall erheblich absorbierten, ich zeige hier das Bild
Ich lag also auf den Gehweg, das Blut rannte aus einer klaffenden Kopfwunde-die durch das Tragen eines Helms vermeidbar gewesen wäre-was mich schockte, ich konnte die Beine nicht mehr Bewegen. Ein furchtbarer Gedanke durchzuckte mich: Querschnittsgelähmt!
Dazu rings um mich eine gaffende Menschenansammlung, ich sah nur Beine und neugierige Gesichter über mir! Und jetzt kommt das Allerschlimmste für mich in dieser scheußlichen Situation, eine weinende und furchtbare wehklagende Stimme!
Ich dachte mir, ich muß ja einen entsetzlichen Anblick bieten, das schockte mich noch mehr!
Dann kamen die Rettungsdienste, und oh Wunder, ich konnte die Beine wiederbeleben!
Was war geschehen?
Die 285 kg schwere Maschine wurde von meinen Beinen-Füßen-gehoben!
Ein aufatmen ging durch meinen Körper, ich konnte diese wieder bewegen, und schon ging‘s mir wesentlich besser.
Es stellte sich dann heraus, das Geschluchze kam von der Person, die mir reingefahren war, eine Krankenschwester!
Etliche sagten, die wohl noch Blut sehen können! Sie besuchte mich dann heuchlerisch, denn bei der Verhandlung behauptete sie dann felsenfest, ich wäre an der Fußgängerampel bei Rot durchgefahren. Zum meinen Glück hatte ich einen Zeugen, der das alles beobachte, und ihr das Lügen nachweisen konnte!
Im Krankenhaus wurde die Kopfwunde genäht, was sich aber mehr als Problem herausstellte, war der gewaltige Bluterguss, durch den Sturz der Maschine auf den Oberschenkel. Es dauerte Wochen , mit mehreren Punktionen, bis er vom Körper resorbiert wurde, und dann allmählich verschwand.
Betone nochmals, dass ich das neugierige Gegaffe der Leute als unangenehmer empfunden habe, als die Verletzungen selbst!
 
Gruß Paul
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Erste Hilfe / Erstversorgung 22 Jun 2022 19:28 #13016

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Helmpflicht besteht aber schon seit 1976 in Deutschland.
Gruß Andreas

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Erste Hilfe / Erstversorgung 22 Jun 2022 19:36 #13017

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Das ist möglich, aber es wurde vom Gesetzgeber nicht groß geahndet, so hab‘ ich es in Erinnerung.

Hätte geschätzt es wäre viel später gewesen. Ah, kann mich jetzt erinnern, die waren im Krankenhaus wegen der Kopfverletzungen nicht gut zu sprechen auf mich!
Gruß Paul

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Erste Hilfe / Erstversorgung 22 Jun 2022 20:17 #13018

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Also ich kann, abgesehen vom Unfall selbst, nur Gutes berichten.
Einer meiner Kumpel sperrte sofort die Autobahn.

Der Ersthelfer, ein bis dato Unbekannter, zog mich unter der Mittelleitplanke hervor, dann mit Rautek-Rettungsgriff quer über die Fahrbahn auf den Standstreifen.
Da kam ich wieder zu Bewusstsein, und Beide zogen mir dann schulmäßig den Helm vom Kopf, und ich hörte den Rettungs-Hubi.
Es gibt sie, die sich trauen und können.


Mein anderer Kumpel hat sich später bei mir entschuldigt, weil er nichts gemacht hat, nix machen konnte, denn er stand wie festgewachsen am Strassenrand.... Schockstarre. Erst als ich mich bewegte, konnte er sich auch bewegen. Irre Sache das. Kann aber passieren.

Schnell waren die Rettungskräfte vor Ort, und dem Team habe ich nach meinem Aufenthalt im Krankenhaus meinen Dank ausgesprochen, denn der Doc der mich versorgte war ein Freund eines Arztes, den ich zu meinen Freunden zähle.
Manchmal ist die Welt ein Dorf.

Ein Presse-Heini wollte Fotos machen, was aber, so wurde mir später berichtet, meine Kumpels dem Pressemann untersagten. Gute so.

Der Unfallverursacher hatte sich dann der Polizei gestellt, weil er von einer unbeteiligten Person via Auto verfolgt wurde, denn angehalten hatte er nicht.

Diagnose im Krankenhaus: Keil-Kompressionsbrüche BWK 1, 3, 4 & 5, der Dortfortsatz des 6ten Halswirbels war abgebrochen, und musste später entfernt werden, Bruch der 10ten Rippe rechts und der linke Unterschenkel war so dick wie der Oberschenkel. Weichteil-Hämatom.

9 Monate AU geschrieben.
Da bin ich dem Sensenmann mal von der Schippe gesprungen. Echt Schwei gehabt, oder zig 1000 an Schutzengeln.
Gruß Bernd
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Erste Hilfe / Erstversorgung 22 Jun 2022 20:45 #13020

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Wenn ich das so lese, da hast du wirklich einen guten Schutzengel gehabt, gratuliere noch nachträglich dazu!
Aber trotzdem eine Menge von schwerer Verletzungen, da muß es ja schlimm gekracht haben, und der feige Typ haut noch ab…
Meine schwerste Verletzung war eine Oberschenkelfraktur!
Da gab es allerdings Meinungsverschiedenheiten zwischen Rotes Kreuz und Feuerwehr, da jeder die Bahre auf der Ich lag, für sich beanspruchte! Und beim Transport nur tröstende Worte: Bua tu dir no keinen Zwang an. Schrei nur, wir sind schon was gewöhnt!
Genaueres Nachzulesen unter „Automobile Kuriositäten Post #10795
Gruß Paul

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Erste Hilfe / Erstversorgung 22 Jun 2022 21:00 #13021

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Danke Dir, und ja, das hat ordentlich gekracht.
Nicht ein Schutzengel.... 1000sende. 

Der LKW-Fahrer hatte mich abgedrängt, Einschlag in die Mittelleitplanke, dann mit dem Motorrad überschlagen, und mit dem Kopf voran unter der Mittelleitplanke gelandet. 

Schmerzen, der Unterschenkel. Wusste nicht wie ich das Bein lagern sollte. Tat immer weh, bis der Rettungsdienst da war. 
Kurze Untersuchung, dann Zugang gelegt und Schmerzmittel bekommen. 
Logischerweise auch eine Halskrause bekommen. 
Ab in den Hubi, und ins Krankenhaus.
Vorher hatte ich nach meinem Motorrad gefragt. Mein Kumpel: "Das willst du nicht wissen". 
Gruß Bernd
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Erste Hilfe / Erstversorgung 22 Jun 2022 21:07 #13022

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……nach meinen Motorrad gefragt
Dazu sage ich, wenn ich nach einen Unfall im Krankenhaus war, und es wurden wieder-Kradfahrer- eingeliefert, war immer die erste Frage, „wie geht’s der Maschine“
(Wichtiger als Frau und Kind)
Gruß Paul
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Erste Hilfe / Erstversorgung 22 Jun 2022 21:13 #13023

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Ja, so ist das Leben, insbesondere der Motorradfahrer. 
Mein Bock war geschrottet.
Hat der Kawa-Händler gekauft, und was soll ich sagen, weil der Rahmen i.O. war, haben seine Auszublenden die Maschine wieder aufgebaut. 
Wahnsinn. 
Das heißt, der Bock lebt noch, nur nicht bei mir. Gut so.
Gruß Bernd
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Erste Hilfe / Erstversorgung 23 Jun 2022 08:12 #13027

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... also meine Erfahrung war da nicht so positiv:

Im Innenstadtbereich auf ein auf der Bremse stehendes Auto mit ca 60 kmh drauf (abzüglich ca 0,3s Bremse meinerseits).

Der andere Flog durch den Fußgängerüberweg durch Passanten durch. Keiner getroffen.

Die ersten die sich erkundigen waren die von der Polizei...
Gruß,
keegokies

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Erste Hilfe / Erstversorgung 23 Jun 2022 09:42 #13029

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Ja leider gibt es das auch. Da wird nicht geholfen, weil viele Angst haben etwas falsch zu machen.
Was die Menschen nicht wissen, man macht viele Sachen instinktiv richtig.
Und irgendetwas zu machen ist besser als nichts zu machen.
Gruß Bernd
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Erste Hilfe / Erstversorgung 23 Jun 2022 18:50 #13038

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Tja, meine lieben Freunde wir sind alle zu sehr verwöhnt vom modernen Rettungswesen!

Hier erzähle ich mal kurz gefasst, wie‘s 1966 war. Genaueres darüber siehe auch: „Automobile Kuriositäten“, #10795

Ich hatte mit der Kreidler Flori einen Crash mit Taxi. Resultat daraus: Oberschenkelfraktur!
Fahrer rief über Funk Hilfe. Ich lag halb Straße, halb Gehsteig. Schrie vor lauten Schmerzen aus Leibeskräften.
Oben im Haus nebenan brüllte einer runter: Hat ma net amal beim Mittagessen sei Ruah! Und knallte das Fenster zu!
(Sehr „liebenswert“ die Mentalität der Münchner!)
Dann kam der „Rettungsdienst“ in zweifacher Ausfertigung! Die Sanka vom Roten Kreuz, alles grau in grau, und die Floriansjünger blau mit Rot.
Ich auf die Bahre, und dann ging es los: Ein Hauen und Stechen um meine Person, wie in einen Ritterturnier! Ein Gezerre, jeder wollte mich haben. Wer gewann? Die stärkeren, das waren die von der Feuerwehr. Rein in‘s Fahrzeug, los wie wild, ich kugelte von einer Seite zur anderen, schrie wie verrückt! Die Antwort: „Bua tu da kein Zwang o, Schrei nur, wir san allerhand gewohnt!
Wie war das doch „beruhigend“ für mich! Im Krankenhaus eine Woche(!!)im Streckverband bis OP erfolgte. Fast jede Nacht ein Patient weniger-tot-Embolieprophylaxe Fehlanzeige!
Füge hier zwei Bilder an, die zeigen das „Notarzt-Team“ mit Arzt und Feuerwehrmann, Arzt hat „Steribehälter“ in der Hand.
Dieses Pilotprojekt wurde erstmals in der gesamten BRD 1966 von der Stadt München mit Unterstützung der Uniklinik r.d. Isar und Berufsfeuerwehr eingeführt.
Notarzt fährt mit Feuerwehr-mit Martinshorn, (eingeschaltet!) gemeinsam zum Unfallort!
 
Gruß Paul
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Erste Hilfe / Erstversorgung 23 Jun 2022 20:34 #13042

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Nun ja, das war 1966. Das war noch einen andere Welt. Vieles wusste man nicht, ...... besser.
Heute sieht das ganz anders aus, weil man hinzugelernt hat, und das in allen Bereichen.
Unser Rettungssystem ist deutlich besser geworden, die Rettungs-Sanis und die Ärzte besser ausgebildet, und auch die Allgemeinbevölkerung (Mitmenschen) tun doch mehr als oft angenommen.

Heute, so bin ich der Meinung ist vieles besser geworden, aber in Normalsituationen übertriebener.
Beispiel: Viele rufen nach Kinderärzten. "Es gäbe kein, oder wenig Kinderärzte."
HALLO, wir hatten einen Hausarzt, und der hat die gesamte Familie versorgt. Damals .... Kinderarzt ... Fehlanzeige. Hat niemanden gekümmert, denn auch wir sind ohne Kinderarzt groß geworden.
Verletzungen beim Spielen, die "Wunden" wurde mit Spucke sauber gemacht und weiter ging es. Heute muss gleich Desinfektion her, und womöglich noch ein Rettungsdienst.

Mitte der 60er, ich hatte Kopfverletzung. Man soll nicht auf den Bahngleisen spielen ..... hat uns nicht gekümmert, und Niemand wurde je von einem Zug erfasst.
Nun ja, ich habe ein Stein am den Kopf bekommen. Ab nach Hause. Meine Mutter hat mir an der Stelle die Haare abgeschnitten und flüssiges Pflaster (ja das gab es mal) drauf gemacht. Fertig. Tetanus-Impfung .... noch aktiv. Kein Arzt, kein Krankenwagen, und 45 Minuten war ich wieder Draußen zum Spielen.

Wenn ich mir im 2022 die Werbung ansehe, dann frage ich mich, was sind das für Kinder heutzutage ? Wir wären nie auf die Idee gekommen im Badezimmer zu spielen. Unsere Zinderzimmer war zu 90% leer, denn wir waren Draußen, haben Buden gebaut, Fussball gepielt, Mohrrüben aus dem Garten gezogen, an der Hose sauber gemacht und gleich gegessen.
Alle meiner damaligen Kumpels haben das, was wir angestellt haben, überlebt. Hier und da mal ein gebrochener Finger oder Arm, ein Schnittwunde, denn wir sind mit Jagdmessern in den Wald, aber keine Infektionen, keine großartigen Krankenhausaufenthalte.

Und ohne mich aus dem Fenster lehnen zu wollen, aber wir waren härter als die heutige Jugend, und unsere Eltern wesentlich entspannter.
Gruß Bernd
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Erste Hilfe / Erstversorgung 23 Jun 2022 21:03 #13044

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Du hast mir aus der Seele gesprochen!
Danke dafür!
Ein andermal mehr von mir dazu!
Gruß Paul
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Erste Hilfe / Erstversorgung 25 Jun 2022 20:02 #13060

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Heute, so bin ich der Meinung ist vieles besser geworden, aber in Normalsituationen übertriebener.
Beispiel: Viele rufen nach Kinderärzten. "Es gäbe kein, oder wenig Kinderärzte."
HALLO, wir hatten einen Hausarzt, und der hat die gesamte Familie versorgt. Damals .... Kinderarzt ... Fehlanzeige. Hat niemanden gekümmert, denn auch wir sind ohne Kinderarzt groß geworden.
Verletzungen beim Spielen, die "Wunden" wurde mit Spucke sauber gemacht und weiter ging es. Heute muss gleich Desinfektion her, und womöglich noch ein Rettungsdienst.

Mitte der 60er, ich hatte Kopfverletzung. Man soll nicht auf den Bahngleisen spielen ..... hat uns nicht gekümmert, und Niemand wurde je von einem Zug erfasst.
Nun ja, ich habe ein Stein am den Kopf bekommen. Ab nach Hause. Meine Mutter hat mir an der Stelle die Haare abgeschnitten und flüssiges Pflaster (ja das gab es mal) drauf gemacht. Fertig. Tetanus-Impfung .... noch aktiv. Kein Arzt, kein Krankenwagen, und 45 Minuten war ich wieder Draußen zum Spielen.

Wenn ich mir im 2022 die Werbung ansehe, dann frage ich mich, was sind das für Kinder heutzutage ? Wir wären nie auf die Idee gekommen im Badezimmer zu spielen. Unsere Zinderzimmer war zu 90% leer, denn wir waren Draußen, haben Buden gebaut, Fussball gepielt, Mohrrüben aus dem Garten gezogen, an der Hose sauber gemacht und gleich gegessen.
Alle meiner damaligen Kumpels haben das, was wir angestellt haben, überlebt. Hier und da mal ein gebrochener Finger oder Arm, ein Schnittwunde, denn wir sind mit Jagdmessern in den Wald, aber keine Infektionen, keine großartigen Krankenhausaufenthalte.

Und ohne mich aus dem Fenster lehnen zu wollen, aber wir waren härter als die heutige Jugend, und unsere Eltern wesentlich entspannter.









 

Zum Thema Kinderarzt 

Ich selbst, bin ja in den Kriegs-und Nachkriegsjahren groß geworden.
Kinderarzt Fehlanzeige, Ärzte und  Lehrer mit der Lupe zu suchen! Arzt, Lehrer, Famlienväter und viele andere, wo sind sie geblieben? 
Die Antwort, auf den „Feld der Ehre, gefallen für Volk, Führer und Vaterland“! Auch mein Vater!
Die wenigen Lehrer die wir hatten, traumatisiert vom Krieg, mit teilweise Splitter im Gehirn, und schwer körperbehindert.
Wer kann es ihnen verdenken, dass sie bei kleinsten Gelegenheiten ausrasteten, und die Kinder mit Prügel traktierten.
Zu den Ärzten:
Das Westend von München wo ich groß wurde, ca. 35 000 Einwohner, Ärzte an einer Hand zum Abzählen.
Kinderarzt, was ist das?
Die wenigen Ärzte die da waren, sie hatten klangvolle, militärisch klingende Titel, Obermedizinalrat, Sanitätsrat, Sanitätsprofessor, und dergleichen. Halbgötter in weiß! Wartezeit in der Praxis zwischen 3-6 Stunden!
Da, wenn Notfall, wurde der Hausarzt gerufen, und die Patienten hatten zu warten und wenn es Stunden dauerte, und niemand murrte.
Der Arzt kam mit Hut, dicker Zigarre, Instrumentenkoffer, und Sprechstundenhilfe als Begleitung, Wartedauer teilweise bis zu mehreren Stunden.
Zu uns den (Schul)Kindern, gerauft wie der Teufel, kaum aus der Schule raus flogen die Fetzen, der Ranzen irgendwohin geworfen, die alten Damen geärgert, die Knie aufgeschlagen, rauf auf den nächsten Baum, Räuber und Schandi gespielt, mit den „Kaspuffern“- Schweizer Taschenmesser, oder was so ähnlich aussah,- gegenseitig imponiert, die Straße, da war niemand, da waren wir!
Bei größeren Verletzungen ging‘s ab in‘s Haunersche Kinderspital, zu Fuß, Straßenbahn war zu teuer. Dort noch mit Knöchelklopfen auf Bauch und Rumpf untersucht, kann kein Mediziner mehr! Wird heute wieder als sehr gute Methode propagiert. Bei meinen Erscheinen alle Ärzte in Alarm! Warum? Keine Untersuchung möglich, da am Bauch furchtbar kitzelig. Und da war es nicht weit, zum Ausrasten der Ärzte!
Und meine Mutter dazu, halb am verzweifeln.
So, liebe Freunde, kurz geschildert, so war es damals!
Zeige hier noch ein Bild meiner Schulklasse, zwar alle ärmlich gekleidet, aber die Gesichter fast alle Lausbubenhaft lustig.
 
Meine Wenigkeit, der vierte rechts vom  Lehrer, neben den blonden „Zitzebä“. Er war mein bester Freund, da nur Unsinn im Sinn.
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