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THEMA: Gehäuseöffner

Gehäuseöffner 08 Sep 2019 09:07 #3930

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Ich bin gerade auf der Suche nach einem brauchbaren Gehäuseöffner, nicht von Ali, also Shop in Deutschland.

Irgendwelche Tipps, worauf ich achten sollte?
(oder reicht ein 4€-Billigding?)

Besser mit zwei oder drei Krallen?

Besser die mit Hebel oder andere Ausführung?

Wie sind da eure Erfahrungen?

Bergeon kommt mir diesmal nicht in die Tüte, die haben Preise, da fällt man ins Koma.

Aktuell tendiere ich zu Beco oder Bullonge (scheint eine Eigenmarke) zu sein.

Bei Werkzeug spare ich eigentlich nie, deshalb darf das Ding auch was kosten. (wenn es nicht so überzogen wie Bergeon ist)

Da ich für mich das Ding in Zukunft bei mehr Einsätzen sehe, ist es auch keine Einmalinvestition im klassischen Sinn.

Empfehlungen eurerseits?

PS: Mit Ball habe ich schon versucht aktuell meine snzh zu öffnen, der Uhrmacher hat es aber wohl beim letzten Besuch mit einem Drehmomentschlüssel für Panzertüren zugedreht, da komme ich nicht weiter.

Gruß,
AP
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keegokies

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Gehäuseöffner 08 Sep 2019 19:14 #3932

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Ich habe anfangs mehrere billige Öffner mit drei Krallen benutzt, bin aber schon seit einiger Zeit auf zwei - ebenfalls preiwerte - Öffner mit zwei Krallen ungestiegen. Das Drei-Krallen-Gerät ist mir einfach zu unhandlich. Allerdings muss man mit den kurzen Dingern sorgfältiger umgehen, um nicht abzurutschen. Das Drei-Krallen-Gerät liegt kippsicherer auf und schützt so ein wenig besser vor dem Abrutschen des Werkzeugs. Wenn man aber etwas aufpasst, die Uhr sicher im Werkhalter einspannt und so das Werkzeug zum Öffnen mit beiden Händen führen kann, ist man mit den kleinen Zweispitzen gut bedient. Bei Uhrmachern sehe ich meist auch nur die kleine Ausführung.



Die kurzen Dinger werden schon für wenige Euro verkauft, oft im Zweier-Set. Da es viele unterschiedliche Deckel gibt - mal mit Kerben, mal mit kleinen Löchern, würde ich zu so einem Zweier-Set raten. Falls die Wahl auf ein Drei-Krallen-Gerät fällt, würde ich hier schon etwas mehr Kohle inverstieren. Die billigen Dinger für 10,- bis 20,- Euronen sind meist billigst verarbeitet. Die Spitzen lassen sich schlecht wechseln, weil die Gewinde wohl mit einem Winkelschleifer geschnitten wurden. Überall klappert es und das Einstellen auf das richtige Maß ist ein Geduldsspiel.

Ich kannte übrigens vor vielen Jahren mal einen alten Uhrmacher, der auf eine lange Berufserfahrung zurückblicken konnte. Er benutzte für die entsprechenden Deckel nur ein ähnliches Werkzeug wie dieses hier



Dem Anschein nach war das Teil auch schon viele Jahrzehnte in seinem Besitz.

Rolex-artige Deckel, die nur eine feine Riffelung-aufweisen, habe ich gottseidank bisher immer mit der Hand aufbekommen. Ich wollte mir schon immer man so einen Ball kaufen, bin mir aber nicht sicher, ob das immer funktioniert. Vielleicht kaufe ich mir auch mal das passende Werkzeug hierfür.
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Gehäuseöffner 08 Sep 2019 19:26 #3933

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Achso, noch was: Leider stößt man immer noch manchmal auf gepresste Deckel, daher sollte man sich auch ein brauchbares Gehäusemesser zulegen. Nachdem ich mich eine zeitlang mit billigen Dingern für unter 5,- EUR rumgeärgert habe, legte ich mir Ende letzten Jahres ein etwas besseres Exemplar zu. Kein Hightech, aber brauchbar für 15,- EUR, ähnlich diesem hier -> www.ebay.de/itm/Gehausemesser-Edelstahl-...e:g:8fIAAOSwdeVdP6yh

Wer öfter mit solchen Deckeln zu tun hat, kann hier auch ruhig etwas mehr Geld inverstieren. Eine Deckel-/Glaspresse sollte ja sowieso vorhanden sein, anders bekommt man die Deckel kaum wieder druff.
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Gehäuseöffner 22 Okt 2019 18:41 #4502

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Jetzt will ich auch mal mein Fazit geben:

Ich hatte zwischenzeitlich alle drei Ausführungen in verschiedenen Varianten da und kann zumindest für mich ein Fazit ziehen. Im folgenden Bild werden die Varianten als Typ 1,2,3 bezeichnet, von links nach rechts. (Ich habe diese Typen jeweils mit verschiedenen Spitzen in der Hand gehabt, die auf dem Bild dienen als Bewertung des Grundtyps)

Typ 1: Gemischte Gefühle. Einerseits gute Kontrolle beim Griff, aber ich finde, durch die doppelte Verstellung nicht so einfach einzustellen. Für mich ist das Risiko abzurutschen tatsächlich sehr hoch, und das Gewicht trägt nicht unbedingt zum Gefühl bei. Für mich der zweite Platz. Ich denke, mit einem hochwertigeren, aber leichteren Gerät hätte das Ergebnis anders aussehen können. Kaum Gefühl in der Drehung. Die Sicht ist auch für mich suboptimal.

Typ 2: Hmm. Nicht meines. Kaum zu greifen, kippelig und nur mit einer für mich doofen Position zu greifen. Insgesamt zu klein, komme ich kaum mit klar. Rutsche ich mit ab, nicht so sehr wie bei Typ 1, aber doch mit Risiko dabei. Bekomme den Deckel kaum zu bis zum Ursprung. Vorteil: Man sieht gut, wo man arbeitet.

Typ 3: Das ist es. Verschieden zu greifen, einfache Verstellung und gutes Gefühl mit guter Kraftübertragung. Richtig eingestellt, kippelt nichts, sitzt perfekt und durch den Griff auch zur Not mit guter Hebelwirkung vom langen Ende her einsetzbar. Mein absoluter Favorit. Auch der Vorteil der Sichtkontrolle.

Anmerkung: Ich habe mit jedem Gerät 5x auf und zu geschraubt.

Somit: Weihnachtswunschliste wird um Typ 3 in besserer Qualität ergänzt.



Gruß,
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Gehäuseöffner 22 Okt 2019 18:59 #4503

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Von den Dingern habe ich nur Typ 1 und Typ 2.

Typ 1 läßt sich für große Deckel nicht weit genug öffnen :-(

Mein Typ 2 ist aus Plastik, wenn Deckel richtig fest sitzen, biegt es sich und fällt fast auseinander :-( Eini Uhr habe ich hier, die bekomme ich damit nicht geöffnet, da fehlt mir die Hebelwirkung und Typ 1 ist zu klein :-(

Ich denke, ich sollte mir mal Deinen Typ 3 zulegen :-)
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Gehäuseöffner 22 Okt 2019 19:09 #4504

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Vorteil Typ 3 ist noch:

Man kann "frei im Raum" arbeiten. Linke Hand hält den Werkhalter mit Uhr, inklusive des Öffners, und stabilisiert diesen mit dem Daumen, rechte Hand bringt die Kraft, dann rutscht nichts.

... also so meine ich:




Gruß,
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Gehäuseöffner 17 Nov 2019 17:04 #4888

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Jemand zufällig Erfahrungen damit, wie man einen Sprungdeckel entfernt bekommt, wenn keine Greifnase mehr vorhanden ist? Dremel und einschlitzen für Schraubendreher geht nicht, da zwar Sprungdeckel aber Glasrückseite...

Das Gehäuse kann ruhig zerstört werden, ich will nur das Werk rausholen...

Da Automatikwerk, will ich auch nicht mit extremster Gewalt ran.

Bin für jede Idee dankbar!
Gruß,
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Gehäuseöffner 17 Nov 2019 18:14 #4889

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Schlacke-Gehäuse?

Falls ja, mit dem Dremeldingen einen Schlitz flexen, Schraubendreher rein und aufspreizen.
Gehäuse tot, aber geöffnet. :mrgreen:

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Gehäuseöffner 17 Nov 2019 18:21 #4890

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Angeblich Edelstahl, allerdings habe ich bereits mit dem Taschenmesser Stücke rausprökeln können, weil ich hoffte zwischen den Deckel und Gehäuse zu kommen, das ist aber so fest, da geht nichts.

Dann werde ich wohl tatsächlich von der Seite mehrfach schlitzen und sprengen. In der Hoffnung, nicht das Glas zu zerbröseln.

Was tut man nicht für das Hobby :(
Gruß,
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Gehäuseöffner 17 Nov 2019 18:23 #4891

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Messer mit stabiler Klinge wird auf jedenFall funktionieren ( im besten Fall ein Uhrenmesser )
sowas klick B)
Gruß Andreas
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Gehäuseöffner 18 Nov 2019 07:30 #4892

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So kurzes Feedback (Ich werde noch einen genaueren Artikel schreiben):

Das Gehäuse ist auf, genaueres wie gesagt im Artikel, das Mistding musste aber vorne und hinten getrennt werden.

Lacht euch über die Zeiger kaputt, das Werk wird jetzt erstmal 24h getestet.

Bei der Datumsschnellverstellung hat es das Zahnrad rausgehauen, werde ich neu einsetzen (im Artikel).

Anständiges Messer (das genannte Victorinox) ist bestellt, dazu noch etwas Rodico und eine Billigglaspresse.

Es geht voran, betet, dass das Werk es überlebt hat.




Gruß,
keegokies

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