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Die futuristische Tokyoflash Scope LED ca. 2009: Die Zeit im Koordinatengitter 19 Sep 2022 20:14 #13876

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Kommentar vom Admin: Dieser erste Post ist aus technischen Gründen fehlerhaft (die Bilder fehlen). Am besten weiterlesen beim zweiten Post. Dann kommt noch ein kleines Drama als Zwischenspiel (Wie füge ich Bilder ein). Weiter unten gibt's dann den gleichen Post mit den Bildern.
Ungewöhnliche Anzeigeformen der Zeit auf einer Uhr wecken immer mein Interesse. So wurde ich dann auch vor einigen Jahren schon auf die Uhren von Tokyoflash aus Japan aufmerksam, die sich ganz der Kreation neuer und rätselhafter Zeitanzeigen verschrieben haben. Fast immer sind es Solid-State-Uhren mit LED- oder LCD-Displays, die die jeweiligen technischen Vorteile dieser Anzeigeformen konsequent ausnutzen. Sicher ist das nicht jedermanns Sache, denn weiter vom sogenannten Mainstream kann man gar nicht weg sein. Man hört Stimmen wie «genial» oder «spektakulär», aber auch Reaktionen im Sinne von «was soll das? Da muss man ja die Uhrzeit raten!»

Leider sind die Uhren immer nur wenige Jahre (oder sogar nur Monate) im Angebot und so wechselt die Kollektion ständig. Manche Modelle erreichen einen gewissen Kultstatus und verkaufen sich offenbar gut, aber auch die verschwinden. Dass eine ausverkaufte Uhr später wieder neu aufgelegt wurde, habe ich nie gesehen.Eine der bekanntesten Tokyoflash-Uhren und meine Lieblingsuhr aus dieser Quelle ist die «Scope», die ich hier vorstelle. Es ist auch die einzige, die ich besitze, und zwar erst seit ein paar Tagen.Die Scope erschien spätestens 2006, aus diesem Jahr stammen die ältesten Erwähnungen im Netz. Spätestens 2010 erschien ein Nachfolgemodell Scope 2, das sich aber im Aussehen und der Anzeigeart von der ursprünglichen Scope stark unterscheidet.

Was macht die Uhr interessant und sammelwürdig? Einfach nur bizarr und fremdartig auszusehen, reicht m. E. nicht, das trifft auf quasi alle Tokyoflash-Modelle zu, oft sind die Ideen aber weit hergeholt und zu kompliziert.

Die Scope hingegen folgt einem strengen Prinzip: Anzeige der Zeit als Kreuzungspunkt einer horizontalen und einer vertikalen Linie in einem Koordinatengitter. Das ist schon fast selbsterklärend und wirkt bekannt, wurden wir doch alle in der Schule im Matheunterricht ausgiebig mit solchen Koordinatensystemen gefoltert. Vielleicht ist ein latenter Masochismus in mir, der mich dazu treibt, den Schmerz von damals immer wieder erleiden zu wollen beim Blick auf die Uhr.

Die Darstellung der Zeit als lineares Diagramm erscheint uns aber auch schon geläufig, ist sie doch allgegenwärtig. Denn zeitliche Verläufe werden meist als ähnliche Koordinatensysteme visualisiert: etwa Börsenkursentwicklungen, der Verlauf der Strom- und Gaspreise etc. Hier mal ein paar Beispiele:



Das Äußere der Uhr ist schlicht und technisch, 'form follows function' trifft hier wirklich zu. Ich finde das Design sehr gelungen.





Hier die Daten der Abmessungen: die Uhr ist 48 mm breit am etwas hervortretenden Bullauge, sonst 46 mm, 44 mm hoch (bzw. Horn zu Horn) und 11,2 mm dick ohne Drücker und Bullauge (max. 13 mm), die verdeckten Bandanstösse messen 24 mm, das Band ist beim Anstoßes ans Gehäuse 33 mm breit, was genau der Gehäusebreite an dieser Stelle entspricht.



Die Abmessungen klingen nach einer monstermässig grossen Uhr. So wirkt die Uhr aber gar nicht, was an der schmalen Breite von 33 mm des parallelseitigen Corpus (ohne das asymmetrisch links daraus hervortretende Display) liegt, die sich direkt im Band fortsetzt.Das einreihige, gefaltete Edelstahl-Band ist leicht asymmetrisch: ganz gerade auf der rechten Seite, aber leicht verlaufend und damit schmäler zur Schliesse hin auf der linken Seite. An der kastenlosen Faltschließe mit seitlichen Drückern zum Öffnen gibt es keine Einstellmöglichkeit mit weiteren Löchern zur Feineinstellung der Länge und das Band kann an der Schliesse auch nicht getrennt werden (man muss also auf einer Seite die Uhr am Horn vom Band zu trennen, etwa zum Batteriewechseln). Die Länge kann man also nur durch das Entfernen von Bandgliedern anpassen, was ja oft zu unbefriedigenden Ergebnissen führt. Bei mir passt es aber hier sehr gut und die Uhr ist überhaupt bequem zu tragen, auch wenn sie vielleicht nicht so aussehen mag. Wie ich zu der Uhr kam? Als ich wieder einmal nach ihr und anderen Uhren googelte – eigentlich suchte ich eher nach Reviews, Forenbeiträgen oder Youtube-Videos – stolperte ich über eine Verkaufsanzeige in tutti.ch (das ist so ähnlich wie Ebay-Kleinanzeigen). Jemand bot sie an, nur ein paar Kilometer von Basel entfernt, wo ich als Schwabe im Exil wohne. Er habe sie neu gekauft, nicht oft getragen und, als die Batterie ausging, weggelegt. Ob sie noch funktioniert, wisse er nicht. Dementsprechend war sie günstig. Also hab ich es riskiert.Zuhause habe ich dann gleich gemerkt, dass die Geschichte so nicht ganz stimmen kann: Die Uhr enthält zwei verschiedene Batterien, eine grosse CR 2032 und eine kleinere CR 1220. Und obwohl für die grosse CR 2032 innen im Uhrboden angegeben ist «Minus up» (leider keine Angabe für die CR 1220), war die Batterie mit der Plusseite oben in den Batteriehalter eingelegt. So konnte die Uhr ja nun nie gelaufen sein. Auch die kleine CR 1220 war mit Plus oben eingelegt. Ich bin dann gleich nochmal los, ein paar Meter von mir gibt es ein Kaufhaus mit Uhren-Service-Center, wo man alle Batterietypen kaufen kann, und die prüfen die auch. Wie sich herausstellte, war die grosse Batterie noch voll geladen, die kleine aber leer. So hab ich nur die neu kaufen müssen. Zuhause hab ich aufs Geratewohl mal beide Batterien mit Minus oben eingelegt (man findet im Netz dazu keine Angaben, oder Fotos, die das klären), aber da beide Halter, abgesehen von der Grösse, genau gleich aussehen, schien mir das die richtige Lösung zu sein. Und siehe da: kaum war die zweite Batterie drin, sprang die Uhr an und konnte gestellt werden. Mein erstes Fazit: Da kann man nicht meckern. Der aufgepresste Edelstahl-Uhrenboden geht mit einer Messerklinge leicht ab und kann mühelos mit den Fingern später wieder aufgepresst werden.



 Der plane Uhrboden hat eine Gravur (Laser?) mit dem Fadenkreuz und der Wort-Bildmarke ‘Scope’, ausserdem werden die enthaltenen Batterietypen spezifiziert: «Lithium Batteries CR 2032 x 1 + CR 1220 x 1»



Die Deckelinnenseite ist beklebt mit einem weissen Plastikblatt mit aufgedrucktem Hinweis der Einlegeposition für die grössere Batterie, keine Angabe für die zweite kleinere Batterie. Sicher dient die aufgeklebte Plastikfolie v.a. auch dazu, das Gehäuse gengen das Werk zu isolieren, da die Laschen der Batteriehalter den Uhrboden berühren.



 Die Batteriehalter, in die die Batterien fest eingespannt werden, sind schlau konstruiert und machen einen stabilen Eindruck. Sie sind Teil der hinteren Abdeckung des Werks aus einem Federstahlplättchen. Nach dem Aushaken der Batterie-Haltelasche aus den Plastikzapfen, die sie festhalten, biegt sich die federnde Lasche sofort nach oben und gibt die Batterie frei. Der Batteriewechsel ist einfach und in wenigen Augenblicken erledigt. Ein Überbrücken oder sonstige rätselhafte Rituale zum Starten sind nicht nötig, sondern die Uhr springt sofort an. Das Stellen ist schnell gemacht. Es gelingt mühelos intuitiv. Das ist ein Glück, denn es gab zu der nackten Uhr bei meinem Kauf kein Zubehör, auch keine Betriebsanleitung, im Netz habe ich auch nichts gefunden.



 Da es ja eine LED-Uhr ist, ist die Anzeige nicht permanent, sondern erscheint nur auf Knopfdruck und erlischt wieder nach ein paar Augenblicken. Zum Abrufen der Anzeige gibt es den grossen silberfarbenen Drücker auf der Uhr-Vorderseite. Der kleine versenkte Drücker im 'O' des eingeprägt Logos 'SCOPE', der mit einem spitzen Werkzeug, z.B. einem Zahnstocher bedient werden muss, dient zum Stellen. Hat man den einmal gedrückt, blinkt die senkrechte Stundenlinie, die zunächst bei Stunde 1 steht. Mit jedem Drücken des grossen Drückers wandert der Balken eine Position weiter nach rechts zu Stunde 2, dann 3, usw.Drückt man wieder den kleinen versenkten Drücker, blinkt nun die waagrechte Minutenlinie, zunächst auf Position 00. Die Minuten im Koordinatengitter werden ja in einem 5-Minuten-Raster angezeigt, nach Minute 00 kommt Minute 05. So wäre eine Minute genauer Zeitanzeige also nicht möglich. Deshalb gibt es rechts oben noch das silberfarben und erhöht eingefasst 'Bullauge', das in vier Quadranten eingeteilt ist und die Minuten 1 bis 4 anzeigt. Drückt man im Stellmodus den grossen Drücker, leuchtet zunächst der linke obere Quadrant (01), beim zweiten Drücken der linke untere (02), dann der rechte obere (03) und schließlich leuchten alle 4 (04). Erst beim fünften Drücken wandert die Minutenlinie eine Position weiter nach oben zu Minute 05, gleichzeitig erlöschen alle Quadranten des Bullauges.



Hier ist es 14:52 Uhr.



Hier ist es 18:35 Uhr.



Hier ist es 18:47 Uhr, zwei Quadranten des Bullauges leuchten.



Zwei Minuten später, um 18:49 leuchten alle 4 Quadranten des Bullauges.
 Die Zeit erscheint aber nicht nur einfach beim Einschalten des Displays, sondern es gibt eine Animation: die Balken bewegen sich zur aktuellen Position und das Bullauge wirbelt. Das kann ich im Foto nicht zeigen, aber zum Glück gibt es ein paar Youtube-Videos: 

 

 

 

Wenn man etwas genauer nach der Scope im Netz recherchiert, merkt man schnell, dass die Uhr nicht nur als Tokyoflash, sondern auch als Seahope, Tokyo Street, EleeNo und möglicherweise noch anderen Marken angeboten wurde. Die Kollektionen gleichen sich sehr, es werden viele identische Uhren angeboten. Unterschiede bestehen v.a. darin, dass beim einen Modelle noch zu haben sind, die beim anderen schon ausverkauft sind. Es scheint  als ob es sich um Marken bzw. Verkaufsportale des gleichen Produzenten handelt, evtl. steht Kisai Watches dahinter. 

tokyoflash.com/collections/watches  

seahope.ocnk.net/product-list  

Im Netz lässt sich aber etwas anderes Interessantes finden, nämlich der Name des Uhrendesigners, der die Scope entworfen hat. Er heisst Yasushi Kimura und gibt nicht viel von sich im Netz Preis, so findet man z.B. Nur ein einziges Foto von ihm. 



www.core77.com/posts/17022/Yasushi-Kimur...ray-of-watch-designs  

montre24.com/brand/Eleeno/Eleenowatch/  

So, das wäre nun alles, ich hoffe, der Text war nicht zu lang oder langweilig.Nun seid ihr dran:Was haltet ihr von der Uhr und von ausgefallenen Konzepten im allgemeinen? Auch kritische Kommentare sind willkommen.Habt ihr vielleicht sogar zusätzliche Informationen oder gibt es Fehler im Text? Hat jemand von euch eine Tokyoflash / Seahope?

Ich bin gespannt...

Gruss Andi
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Die futuristische Tokyoflash Scope LED ca. 2009: Die Zeit im Koordinatengitter 19 Sep 2022 22:34 #13879

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Hier im Link auch eine „Scope Uhr“ der besonderen Art zu sehen!
www.roguewatches.de/index.php/rogue-loun...uhren?start=40#13878
Gruß Paul
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Die futuristische Tokyoflash Scope LED ca. 2009: Die Zeit im Koordinatengitter 19 Sep 2022 23:22 #13880

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Also, das war ja jetzt leider Mist. Ich hab keine Ahnung, wie das gehen soll, meine eigenen Fotos einzufügen. Ich habe probiert, die bei Google Photos fremd zu hosten und die URL der Fotos hier mit der Fotofunktion einzufügen. Ging aber nicht.

Das kann so nicht bleiben, ohne meine Fotos. Das macht ja so keinen Sinn.
Da brauch ich jetzt Hilfe durch die Moderation, @Ratman. Falls du jetzt noch nachträglich machen kannst, dass die Fotos eingefügt werden, wäre das natürlich am besten.

Falls man die Fotos nicht mehr einfügen kann, wäre es wohl am besten, den Thread wieder zu löschen und ich erstelle das nochmal neu mit den Fotos, so bald ich weiss, wie das gehen soll.

Gruss Andi (ratlos)
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Die futuristische Tokyoflash Scope LED ca. 2009: Die Zeit im Koordinatengitter 20 Sep 2022 07:35 #13881

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Also, das war ja jetzt leider Mist. Ich hab keine Ahnung, wie das gehen soll, meine eigenen Fotos einzufügen. Ich habe probiert, die bei Google Photos fremd zu hosten und die URL der Fotos hier mit der Fotofunktion einzufügen. Ging aber nicht.

Wenn du Bilder bei einem Hoster hochlädtst, musst du sicherstellen, dass jedermann Zugriff auf das Bild hat. Also wirklich jeder, auch jemand, der keinen Account bei Google hat. Bei deinen Bildern ist das offensichtlich nicht der Fall, denn wenn ich mir die URL eines deiner Bilder ausschneide und in die Adresszeile des Browsers eingebe, erscheint nur der Hinweis, dass ich keinen Zugriff auf Google Fotos habe. 

Das kann so nicht bleiben, ohne meine Fotos. Das macht ja so keinen Sinn.Da brauch ich jetzt Hilfe durch die Moderation, @Ratman. Falls du jetzt noch nachträglich machen kannst, dass die Fotos eingefügt werden, wäre das natürlich am besten.Falls man die Fotos nicht mehr einfügen kann, wäre es wohl am besten, den Thread wieder zu löschen und ich erstelle das nochmal neu mit den Fotos, so bald ich weiss, wie das gehen soll.

Da es jetzt schon Nachfolgebeiträge gibt, kannst du den Beitrag nicht mehr editieren. Es macht aber auch keinen Sinn, den Beitrag zu löschen, da dann die folgenden Beiträge keinen Sinn mehr ergeben. Mach es dir doch einfach und lade die Bilder direkt beim Schreiben des Beitrags auf den Server hoch. Dazu gibt es unten unter dem Editorfenster einen Button namens "Anhang". Nach einem Klick darauf erscheint ein weiterer Button mit der Aufschrift "Datei hinzufügen...". Dort einfach draufklicken und es erscheint ein Dateibrowser, mit dem du ein oder mehrere Bilder von deinem Rechner auswählen und hochladen kannst. Anschliessend erscheinen alle Bilder als Vorschau und unter jedem Bild gibts einen Button namens "Einfügen". Einfach auf den Button klicken und an der Stelle, wo die Schreibmarke gerade ist, wird der Text (BBCode)
[attachment=Name_des_Bilds.jpg[/attachment]

eingefügt. Manchmal landet der Text leider am Ende des Beitrags, das ist ein kleiner Bug. In diesem Fall einfach den "Attachment" Baustein ausschneiden und an die richtige Stelle einfügen.

Ich schlage vor, du schreibst deinen Beitrag einfach nochmal. Den Text kannst du ja einfach oben ausschneiden und wiederverwenden. Und wie das mit den Bildern geht, weisst du ja jetzt auch. Achtung: Es gibt ein Limit von 12 Attachments/Bildern pro Beitrag!
“There is more stupidity than hydrogen in the universe, and it has a longer shelf life.”
― Frank Zappa
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Die futuristische Tokyoflash Scope LED ca. 2009: Die Zeit im Koordinatengitter 20 Sep 2022 09:38 #13882

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Ungewöhnliche Anzeigeformen der Zeit auf einer Uhr wecken immer mein Interesse. So wurde ich dann auch vor einigen Jahren schon auf die Uhren von Tokyoflash aus Japan aufmerksam, die sich ganz der Kreation neuer und rätselhafter Zeitanzeigen verschrieben haben. Fast immer sind es Solid-State-Uhren mit LED- oder LCD-Displays, die die jeweiligen technischen Vorteile dieser Anzeigeformen konsequent ausnutzen. Sicher ist das nicht jedermanns Sache, denn weiter vom sogenannten Mainstream kann man gar nicht weg sein. Man hört Stimmen wie «genial» oder «spektakulär», aber auch Reaktionen im Sinne von «was soll das? Da muss man ja die Uhrzeit raten!»

Leider sind die Uhren immer nur wenige Jahre (oder sogar nur Monate) im Angebot und so wechselt die Kollektion ständig. Manche Modelle erreichen einen gewissen Kultstatus und verkaufen sich offenbar gut, aber auch die verschwinden. Dass eine ausverkaufte Uhr später wieder neu aufgelegt wurde, habe ich nie gesehen.
Eine der bekanntesten Tokyoflash-Uhren und meine Lieblingsuhr aus dieser Quelle ist die «Scope», die ich hier vorstelle. Es ist auch die einzige, die ich besitze, und zwar erst seit ein paar Tagen.
Die Scope erschien spätestens 2006, aus diesem Jahr stammen die ältesten Erwähnungen im Netz. Spätestens 2010 erschien ein Nachfolgemodell Scope 2, das sich aber im Aussehen und der Anzeigeart von der ursprünglichen Scope stark unterscheidet.

Was macht die Uhr interessant und sammelwürdig? Einfach nur bizarr und fremdartig auszusehen, reicht m. E. nicht, das trifft auf quasi alle Tokyoflash-Modelle zu, oft sind die Ideen aber weit hergeholt und zu kompliziert.

Die Scope hingegen folgt einem strengen Prinzip: Anzeige der Zeit als Kreuzungspunkt einer horizontalen und einer vertikalen Linie in einem Koordinatengitter. Das ist schon fast selbsterklärend und wirkt bekannt, wurden wir doch alle in der Schule im Matheunterricht ausgiebig mit solchen Koordinatensystemen gefoltert. Vielleicht ist ein latenter Masochismus in mir, der mich dazu treibt, den Schmerz von damals immer wieder erleiden zu wollen beim Blick auf die Uhr.

Die Darstellung der Zeit als lineares Diagramm erscheint uns schon geläufig, ist sie doch allgegenwärtig. Denn zeitliche Verläufe werden meist als ähnliche Koordinatensysteme visualisiert: etwa Börsenkursentwicklungen, der Verlauf der Strom- und Gaspreise, Temperaturverlauf des Tages in der Wettervorschau, die Coronatoten der letzten Wochen, etc.

Gleiten wir doch mal einen Moment ins Philosophieren ab: Stellt euch vor, es hätte bis heute gar keine Uhren gegeben und nun sollen ein paar Ingenieure die erste Uhr entwerfen. Wie sähe wohl die Zeitanzeige aus? Ich würde sagen, da hätte das Koordinatensystem mit den zwei sich kreuzenden Linien gute Chancen zu DER Uhranzeige gewählt zu werden.

Das Äußere der Uhr ist schlicht und technisch, 'form follows function' trifft hier wirklich zu. Ich finde das Design sehr gelungen.

 

 

 

Hier die Daten der Abmessungen: die Uhr ist 48 mm breit am etwas hervortretenden Bullauge, sonst 46 mm, 44 mm hoch (bzw. Horn zu Horn) und 11,2 mm dick ohne Drücker und Bullauge (max. 13 mm), die verdeckten Bandanstösse messen 24 mm, das Band ist beim Anstoßes ans Gehäuse 33 mm breit, was genau der Gehäusebreite an dieser Stelle entspricht.

Die Abmessungen klingen nach einer monstermässig grossen Uhr. So wirkt sie aber gar nicht, was an der schmalen Breite von 33 mm des parallelseitigen Corpus (ohne das asymmetrisch links daraus hervortretende Display) liegt, die sich direkt im Band fortsetzt.
Das Gehäuse besteht wohl aus 'brass alloy', also einer Messinglegierung. Es gab zwei Varianten: entweder silberfarben, also verchromt, oder - wie meine - schwarz beschichtet.
Das einreihige, gefaltete Edelstahl-Band ist leicht asymmetrisch: ganz gerade auf der rechten Seite, aber leicht verlaufend und damit schmäler zur Schliesse hin auf der linken Seite. An der kastenlosen Faltschließe mit seitlichen Drückern zum Öffnen gibt es keine Einstellmöglichkeit mit weiteren Löchern zur Feineinstellung der Länge und das Band kann an der Schliesse auch nicht getrennt werden (man muss also auf einer Seite die Uhr am Horn vom Band zu trennen, etwa zum Batteriewechseln). Die Länge kann man also nur durch das Entfernen von Bandgliedern anpassen, was ja oft zu unbefriedigenden Ergebnissen führt. Bei mir passt es aber hier sehr gut und die Uhr ist überhaupt bequem zu tragen, auch wenn sie vielleicht nicht so aussehen mag. 

Wie ich zu der Uhr kam? Als ich wieder einmal nach ihr und anderen Uhren googelte – eigentlich suchte ich eher nach Reviews, Forenbeiträgen oder Youtube-Videos – stolperte ich über eine Verkaufsanzeige in tutti.ch (das ist so ähnlich wie Ebay-Kleinanzeigen). Jemand bot sie an, nur ein paar Kilometer von Basel entfernt, wo ich als Schwabe im Exil wohne. Er habe sie neu gekauft, nicht oft getragen und, als die Batterie ausging, weggelegt. Ob sie noch funktioniert, wisse er nicht. Dementsprechend war sie günstig. Also hab ich es riskiert.
Zuhause habe ich dann gleich gemerkt, dass die Geschichte so nicht ganz stimmen kann: Die Uhr enthält zwei verschiedene Batterien, eine grosse CR 2032 und eine kleinere CR 1220. Und obwohl für die grosse CR 2032 innen im Uhrboden angegeben ist «Minus up» (leider keine Angabe für die CR 1220), war die Batterie mit der Plusseite oben in den Batteriehalter eingelegt. So konnte die Uhr ja nun nie gelaufen sein. Auch die kleine CR 1220 war mit Plus oben eingelegt. Ich bin dann gleich nochmal los, ein paar Meter von mir gibt es ein Kaufhaus mit Uhren-Service-Center, wo man alle Batterietypen kaufen kann, und die prüfen die auch. Wie sich herausstellte, war die grosse Batterie noch voll geladen, die kleine aber leer. So hab ich nur die neu kaufen müssen. Zuhause hab ich aufs Geratewohl mal beide Batterien mit Minus oben eingelegt (man findet im Netz dazu keine Angaben, oder Fotos, die das klären), aber da beide Halter, abgesehen von der Grösse, genau gleich aussehen, schien mir das die richtige Lösung zu sein. Und siehe da: kaum war die zweite Batterie drin, sprang die Uhr an und konnte gestellt werden. Der aufgepresste Edelstahl-Uhrenboden geht mit einer Messerklinge leicht ab und kann mühelos mit den Fingern später wieder aufgepresst werden.

 

Der plane Uhrboden hat eine Gravur (Laser?) mit dem Koordinatengitter und der Wort-Bildmarke ‘Scope’, ausserdem werden die enthaltenen Batterietypen spezifiziert: «Lithium Batteries CR 2032 x 1 + CR 1220 x 1»

 

Die Deckelinnenseite ist beklebt mit einem weissen Plastikblatt mit aufgedrucktem Hinweis der Einlegeposition für die grössere Batterie, keine Angabe für die zweite kleinere Batterie. Sicher dient die aufgeklebte Plastikfolie v.a. auch dazu, das Gehäuse gegen das Werk zu isolieren, da die Laschen der Batteriehalter den Uhrboden berühren.

 

Die Batteriehalter, in die die Batterien fest eingespannt werden, sind schlau konstruiert und machen einen stabilen Eindruck. Sie sind Teil der hinteren Abdeckung des Werks aus einem Federstahlplättchen. Nach dem Aushaken der Batterie-Haltelasche aus den Plastikzapfen, die sie festhalten, biegt sich die federnde Lasche sofort nach oben und gibt die Batterie frei. Der Batteriewechsel ist einfach und in wenigen Augenblicken erledigt. Ein Überbrücken oder sonstige rätselhafte Rituale zum Starten sind nicht nötig, sondern die Uhr springt sofort an. Das Stellen ist schnell gemacht. Es gelingt mühelos intuitiv. Das ist ein Glück, denn es gab zu der nackten Uhr bei meinem Kauf kein Zubehör, auch keine Betriebsanleitung, im Netz habe ich auch nichts gefunden.

Mein erstes Fazit: Da kann man nicht meckern. Die Uhr scheint gut verarbeitet zu sein und alles ist auch leicht zu bedienen.

 

Da es ja eine LED-Uhr ist, ist die Anzeige nicht permanent, sondern erscheint nur auf Knopfdruck und erlischt wieder nach ein paar Augenblicken. Zum Abrufen der Anzeige gibt es den grossen silberfarbenen Drücker auf der Uhr-Vorderseite. Der kleine versenkte Drücker im 'O' des eingeprägten Logos 'SCOPE', der mit einem spitzen Werkzeug, z.B. einem Zahnstocher bedient werden muss, dient zum Stellen. Hat man den einmal gedrückt, blinkt die senkrechte Stundenlinie, die zunächst bei Stunde 1 steht. Mit jedem Drücken des grossen Drückers wandert der Balken eine Position weiter nach rechts zu Stunde 2, dann 3, usw.Drückt man wieder den kleinen versenkten Drücker, blinkt nun die waagrechte Minutenlinie, zunächst auf Position 00. Die Minuten im Koordinatengitter werden ja in einem 5-Minuten-Raster angezeigt, nach Minute 00 kommt Minute 05. So wäre eine minutengenaue Zeitanzeige also nicht möglich. Deshalb gibt es rechts oben noch das silberfarben und erhöht eingefasst 'Bullauge', das in vier Quadranten eingeteilt ist und die Minuten 1 bis 4 anzeigt. Drückt man im Stellmodus den grossen Drücker, leuchtet zunächst der linke obere Quadrant (01), beim zweiten Drücken der linke untere (02), dann der rechte obere (03) und schließlich leuchten alle 4 (04). Erst beim fünften Drücken wandert die Minutenlinie eine Position weiter nach oben zu Minute 05, gleichzeitig erlöschen alle Quadranten des Bullauges.

 

Hier ist es 14:52 Uhr.




Hier ist es 18:35 Uhr.

 

Hier ist es 18:47 Uhr, zwei Quadranten des Bullauges leuchten.

 

Zwei Minuten später, um 18:49 leuchten alle 4 Quadranten des Bullauges.
Die Zeit erscheint aber nicht nur einfach beim Einschalten des Displays, sondern es gibt eine Animation: die Balken bewegen sich zur aktuellen Position und das Bullauge wirbelt. Das kann ich im Foto nicht zeigen, aber zum Glück gibt es ein paar Youtube-Videos. Wie man dort auch sieht, gab es drei Varianten bei den Display-Farben: 1) Display und Bullauge blau wie bei meiner 2) Display grün, Bullauge rot 3) Display rot, Bullauge grün.


 



Wenn man etwas genauer nach der Scope im Netz recherchiert, merkt man schnell, dass die Uhr nicht nur als Tokyoflash, sondern auch als Seahope, Tokyo Street, EleeNo und möglicherweise noch anderen Marken angeboten wurde. Die Kollektionen der Marken gleichen sich sehr, es werden viele identische Uhren angeboten. Unterschiede bestehen v.a. darin, dass beim einen Modelle noch zu haben sind, die beim anderen schon ausverkauft sind. Es scheint  als ob es sich um Marken bzw. Verkaufsportale des gleichen Produzenten handelt, evtl. steht Kisai Watches dahinter. 
Ausserdem steht nirgends auf der Uhr 'Tokyoflash', sie ist vorn und hinten nur als 'Scope' bezeichnet.

tokyoflash.com/collections/watches   

seahope.ocnk.net/product-list   

Im Netz lässt sich aber etwas anderes Interessantes finden, nämlich der Name des Uhrendesigners, der die Scope entworfen hat. Er heisst Yasushi Kimura und gibt nicht viel von sich im Netz preis, so findet man z.B. nur ein einziges Foto von ihm. 

 

www.core77.com/posts/17022/Yasushi-Kimur...ray-of-watch-designs   

montre24.com/brand/Eleeno/Eleenowatch/   

So, das wäre nun alles, ich hoffe, der Text war nicht zu lang oder langweilig.
Nun seid ihr dran:
Was haltet ihr von der Uhr und von ausgefallenen Konzepten im allgemeinen? Auch kritische Kommentare sind willkommen.
Habt ihr vielleicht sogar zusätzliche Informationen oder gibt es Fehler im Text? Hat jemand von euch eine Tokyoflash / Seahope?

Ich bin gespannt...

Gruss Andi
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Die futuristische Tokyoflash Scope LED ca. 2009: Die Zeit im Koordinatengitter 20 Sep 2022 21:36 #13890

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Hallo  Andi2,
Danke  für  die  umfangreiche  Vorstellung!
So  eine  Uhr  habe  ich  de  facto  noch  nie  gesehen!  Als  LED-Lichtspiel  kenne  ich  bislang  die   DETOMASO SpacyTimeline und  die  Tecpunk, welche  ebenfalls  in   5-Minuten-LED´s  plus  4 "Einzelminuten"  arbeiten,   etwas  ähnliches  gab  es   von   SKMEI. 
Im  Alter   werden  die  Augen  halt   etwas  müder,   das  erschwert  das  Ablesen  ohne  Brille   enorm,  von  daher   für  mich  nur  noch  bedingt  alltagstauglich!  
Aber,  designtechnisch   sind  es  wirklich  schoene  Zeitmesser,  ohne  Frage!

Gruß  Fritz 
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Die futuristische Tokyoflash Scope LED ca. 2009: Die Zeit im Koordinatengitter 21 Sep 2022 14:12 #13899

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Obwohl mein Text oben wieder so lang geworden ist, bin ich eigentlich noch nicht mal fertig mit dem Beschreiben der Uhr.

Die Scope hat nämlich auch noch eine Datumsfunktion. Das Datum kann aufgerufen werden, indem man ein zweites Mal den Drücker betätigt, während der Uhrzeitanzeige. Das Display wechselt dann zur Datumsanzeige. Die muss ich noch darstellen und auch Fotos davon machen. Da muss ich mal in den nächsten Tagen dran, da hab ich noch nichts. Ehrlich gesagt, habe ich das Datum bisher noch nicht mal gestellt, denn das war mir zunächst nicht so wichtig. Kommt aber noch, versprochen.

Aber nachdem ich die Uhr nun schon eine Weile getragen habe, kann ich auch dazu noch etwas sagen. Wie schlägt sie sich im Alltag? Was ist die Achillesferse der Uhr?

Zunächst kann man da vorausschicken, dass diese Uhr und die anderen Tokyoflash-Seahope-EleeNo-Uhren eher als Kunstwerke (Hater würden sagen Spielereien) angesehen werden müssen, denn als Werkzeuge zur Zeitanzeige. Leichte und optimale Ablesbarkeit ist wohl das Letzte was diese Uhren anstreben.

Und da liegt auch bei der Scope die Achillesferse, wie ja auch Fritz in seiner Antwort schon vermutet. Sie ist nur mühsam abzulesen. Ich muss meist zweimal, manchmal sogar dreimal drücken, bevor ich die Uhrzeit weiss. Dies liegt daran, dass man einerseits bei beiden Linien am Rand die Zahl ablesen muss, dann noch im Bullauge schauen, und andererseits die LED-Anzeige schnell wieder erlischt.

Ausserdem wurden hier gewisse Fehlentscheidungen beim Design getroffen.

Das Display selbst ist sehr gut entworfen mit dem Gitter aus dünnen aufgedruckten Hilfslinien (der Druck ist auf der Rückseite des Glases, dieses ist kein Plexi, sondern ein mineralisches Glas). Die beiden leuchtenden Linien (Stunde senkrecht, Minute waagrecht) werden durch die darüberliegende Hilfslinie nicht beeinträchtigt, diese verschwindet quasi, die Leuchtlinien sind sehr deutlich zu sehen.
Am Rand des Displays gibt es zur Absetzung zunächst einen breiten schwarzen Rahmen durch den die Hilfslinien durchgezogen sind, weiter aussen stehen dann die Zahlen (unten waagrecht: Stunden / links senkrecht: Minuten) als schwarzer Druck auf silbernem Grund.

Das Problem: Der silberne Hintergrund ist verspiegelt, d.h. man sieht kein Silber, sondern ein astreines Spiegelbild, da kann man seine Wimpern und Pickel zählen. Man muss die Uhr also so kippen, dass der silberne Rand mit dem Zahlenaufdruck hell erscheint, damit man die schwarz gedruckten Zahlen überhaupt sieht. Damit das richtig gut gelingt, braucht es einen einigermassen hellen Hintergrund, den bieten Zimmerdecken (drinnen) und der Himmel (draussen) in der Regel im Realbetrieb, trotzdem nervt der Spiegeleffekt oft. Als ich die Fotos machte, war das mein schwierigstes Problem, auf den letzten drei Bildern der Uhr kann man einzelne Finger von mir in blauen Gummihandschuhen (trage ich beim Fotografieren wegen Fingerabdrücken auf der Uhr) und den Rand des Objektivs dort gespiegelt sehen. Viele Bilder musste ich verwerfen deswegen. Und ich konnte die Uhr nie frontal von vorn fotografieren.

Bei Dunkelheit kann man die Uhrzeit überhaupt nicht ablesen – und das bei einer LED-Uhr - da sieht man nix von den Zahlen.
Man kann da auch nochmal die Youtube-Videos anschauen, die ich verlinkt habe. Die aufgedruckten Zahlen sind in den Filmen fast nie zu sehen, die Uhrzeit kann also auf den Aufnahmen gar nicht abgelesen werden.

Da hätte man mal beim Entwerfen der Uhr drauf achten können und z.B. mattes Silber oder hellgrau als Hintergrund für die Zahlen nehmen können. Ausserdem wäre eine andere, leichter ablesbare Zahlentypographie von Vorteil gewesen.

Ich würde vermuten, dass der Hersteller der Uhr das Problem natürlich erkannte und gerade deswegen die ansonsten m.E. geniale ‘Scope’ trotz ihrer grossen Bekanntheit und Beliebtheit nach relativ kurzer Zeit gegen ein neues Modell ‘Scope2’ LED auswechselte, das man heute noch kaufen kann. Man löste das Problem hauptsächlich dadurch, dass nur noch die Stunde auf dem Display als eine Linie angezeigt wird, die Minute wird durch eine leuchtende Klammer um den gedruckten Minutenbetrag dargestellt.Das hätte ich nicht so gemacht. Die Scope 2 ist zwar auch eine nette Designeruhr, aber das grundlegende Anzeigeprinzip aus zwei gekreuzten Linien wurde verwässert.Man hätte zum Beispiel die Uhr als eine LCD-Uhr mit permanenter Anzeige neu herausbringen können. Das hätte sicher auch gut aussehen können und wäre auch gut abzulesen.

Go for it, Yasushi Kimura !
UTAMOH THUMO
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Letzte Änderung: von andi2.

Die futuristische Tokyoflash Scope LED ca. 2009: Die Zeit im Koordinatengitter 21 Sep 2022 21:24 #13909

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Andi,
erstmals vielen Dank für die Mühe und Arbeit die du dir machst.
Wir haben mit dir eine echte Bereicherung.
Gut, dass du zu uns gestoßen bist!
Den  „Eisenbahner“ natürlich nicht vergessen, ich hab‘ schon was spezielles für ihn  parat
Da werde auch ich wieder munter und krame meine -geheimen- Geistesreserven raus!
Gruß Paul
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