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Der Foto-Thread 30 Aug 2022 21:17 #13712

  • grafkrokolinsky
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Von mir auch noch ein paar Anmerkungen:
  • "Krone der Schöpfung": Da haben wohl einige Herrschaften die Schöpfungsgeschichte (1. Buch Mose) missverstanden, wo geschrieben steht, dass der Mensch sich "die Erde untertan machen und herrschen soll über die Fische im Meer und über die Vögel unter dem Himmel und über alles Getier, das auf Erden kriecht". Abgesehen davon, dass dies in einem völlig anderen Kontext geschrieben wurde, darf man daraus keine höhere Entwicklungsstufe ableiten. Ferner haben Forscher kürzlich herausgefunden, dass quantitativ der Schimpanse weiter entwickelt ist als der Mensch. Das leuchtet mir zumindest ein, denn der Schimpanse stellt keine Bemühungen an, die Erde unbewohnbar zu machen. Anders als der Mensch, der noch dazu genau weiß, dass er gerade dabei ist, die Welt für Menschen unbewohnbar zu machen.

Zum Schimpansen:

Tja, da schaut es leider nicht besser aus, als mit den von mir kürzlich erwähnten Büffeln.

“Das es überhaupt noch Schimpansen gibt, ist ein Wunder“

Um rund 80% ist die westliche Unterart der Schimpansen in den letzten zwanzig Jahren zurückgegangen.
Sie gilt deshalb vom Aussterben bedroht!
Wenn die derzeitige Entwicklung so weiter geht, könnten die Schimpansen und die dazugehörigen Menschenaffen in naher Zukunft in der Natur ausgerottet sein!
So der Direktor am Max Planck Institut für Anthropologie, Christopher Boesch.
Große Teile ihres Lebensraum sind in Ackerland umgewandelt worden.
Außerdem hat die Jagd auf die Tiere eminent zugenommen. Beides zusammen hat zu den dramatischen Rückgang der Tiere geführt.
“Von uns werden zwei Schutzgebiete eingerichtet in Guinea und Liberia, außerdem unterstützen wir die Behörden mit Daten zur Verfolgung der Wilderer“
„Was zur Verschlimmerung der Lage noch beiträgt, mehrere Bürgerkriege,und Ebola Epidemien bei den Schimpansen.
Eigentlich dessen ist es ein Wunder, dass es überhaupt noch diese Tiere gibt.
Ein weiteres ist die Abholzung der Wälder, dies trägt u.a. noch mehr zum Sterben der Tiere und den Klimawandel bei, durch zunehmende Trockenheit.
Das hat manchen zum Umdenken veranlasst. Liberia will 30 % seiner Wälder schützen, Guinea will 15 % seiner Gesamtfläche unter Schutz stellen, und Deutschland?
Sagenhafte 0,6 % des gesamten Landes werden als Nationalpark geschützt!
Und zum Schluss noch, es mag banal klingen, aber die größte Sorge bei uns ist die Finanzierung. Ein Nationapark kostet eine Million Mark im Jahr.
Das klingt zwar nach sehr viel Geld, aber an Geldmangel liegt es nicht, denn es wird nur für die falschen Dinge ausgegeben.
Während kaum Mittel für den Artenschutz vorhanden sind, schwimmen Projekte zu lasten der Natur in Geld. Das müssen wir dringendst ändern!“
So Christopher Boesch vom Max-Planck-Institut!

Dazu noch eine private Anmerkung von mir zu den 0,6 % Nationalparks von Deutschland:
Ich glaube kaum, das  Liberia und Guinea eine solche Besiedlungsdichte als Deutschland hat.
Da kann ich natürlich wesentlich mehr Fläche als Schutzgebiet ausweisen!
Dies soll aber keine Rechtfertigung der geringen Prozentzahl sein!
 
Gruß Paul

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Letzte Änderung: von grafkrokolinsky.
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