Gute Filme, Filmszenen zum Raten, kurz: alles über Film

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Re: Gute Filme, Filmszenen zum Raten, kurz: alles über Film

22 Jan. 2024 12:12
#20089
Und noch ein Heist-Movie. 
Da sage ich jetzt gar nicht viel...

Das ist der Schauplatz:

 



Das ist das schwer bewachte Objekt der Begierde und eine Verschwörerin aus der Bande, die es trotzdem stehlen will:

 

 



Und das sind zwei ihrer Komplizen (es gibt noch weitere)...



So, mehr muss ich da nicht verraten. Wie heisst dieser Film?
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Re: Gute Filme, Filmszenen zum Raten, kurz: alles über Film

22 Jan. 2024 12:56 - 22 Jan. 2024 12:57
#20092
Na, da hast du uns aber mal ein wirklich einfaches Rätsel aufgegeben. Das ist natürlich "Topkapi". Der Film wurde in meinem Geburtsjahr 1964 gedreht und ist ein Meilenstein der Filmgeschichte. Schon bei dem ersten Bild mit den Minaretten und den Autos der 60er dachte ich sofort an Topkapi. Und dann der Dolch, Melina Mercouri und Peter Ustinov.

Hab den Film noch irgendwo auf einer Festplatte. Müsste ich mir echt nochmal anschauen :)
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Letzte Änderung: 22 Jan. 2024 12:57 von Ratman.
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Re: Gute Filme, Filmszenen zum Raten, kurz: alles über Film

22 Jan. 2024 14:48
#20097
Ja, das ist natürlich genau richtig:

Topkapi
USA 1964. Regie Jules Dassin, mit Melina Mercouri, Peter Ustinov (Oscar), Maximilian Schell, Robert Morley

Wer ein klassisches Heist-Movie mit humorvollem Einschlag sehen will, bzw. eine Gaunerkomödie mit Spannungselementen, dem sei Topkapi empfohlen. Als ich eben noch einmal die Daten für den Film aufrief, war ich überrascht, dass dies eine US-amerikanische Produktion ist, denn der Film wirkt total unamerikanisch. Keiner der genannten führenden Schauspieler war Amerikaner (wenn überhaupt Amerikaner unter den Schauspielern waren), der Film spielt in  Istanbul, Griechenland und Paris, die Musik stammt von dem griechischen Komponisten Manos Hadjidakis und für die Kamera war der Franzose Henri Alekan verantwortlich.

Die weibliche Hauptfigur ist eine extrovertierte männerfressende Nymphomanin, gespielt von der griechischen Schauspielerin Melina Mercouri, die in ihrer Heimat eine Ikone ist (nach ihrer Schauspielkarriere war sie noch griechische Kulturministerin). Die Performance und die Besetzung Mercouris in die Rolle ist ungewöhnlich und gewagt und dürfte das umstrittenste Element des Films sein, denn Mercouri entspricht mit ihrer rauhen, tiefen Altstimme und ihrem herb-androgynen Aussehen gar nicht dem üblichen Klischee einer solchen Rolle und dazu kommt noch ihr Englisch mit sehr starkem Akzent. So wird sie auch einerseits hoch gelobt und andererseits total abgelehnt mit Kommentaren wie "wie eine Drag Queen auf Koks". Wobei man sagen muss, dass es in der Filmgeschichte noch andere recht maskulin wirkende weibliche Hauptdarstellerinnen gab (die aber in ihren Rollen zurückhaltender auftraten), wie etwa Joan Crawford oder Anjelica Huston.



Sie ist der Mastermind einer Bande von Spezialisten, die einen wertvollen Dolch aus der Ausstellung des Topkapi-Palasts stehlen wollen. Ein ahnungsloser Kleinkrimineller (Peter Ustinov), der von der Bande für einen illegalen Kurierdienst angeworben wird, wird an der Grenze vom türkischen Geheimdienst verhaftet und als Agent eingesetzt, um die Bande auszuspionieren, die man zwar für verdächtig hält, aber aus dem falschen Grund. So wird der kleine Gauner immer tiefer in diesen Fall verwickelt, der ein paar Nummern zu gross für ihn  ist.

Die Filmmusik von Manos Hadjidakis ist stark vom griechischen Sirtaki geprägt. Am besten gefällt mir nicht das Titelstück, sondern dieses, das weniger nach griechischer Folklore klingt und mehr nach 60er-Jazz:

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Re: Gute Filme, Filmszenen zum Raten, kurz: alles über Film

22 Jan. 2024 18:50
#20100
Ich weis es, aber es sollen sich andere anstrengen 

 
Gruß Paul

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Re: Gute Filme, Filmszenen zum Raten, kurz: alles über Film

23 Jan. 2024 11:48
#20119
Ich weis es, aber es sollen sich andere anstrengen

 
Ist noch etwas ungelöst?

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Re: Gute Filme, Filmszenen zum Raten, kurz: alles über Film

23 Jan. 2024 16:46
#20126
Nein, eigentlich nicht...
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Re: Gute Filme, Filmszenen zum Raten, kurz: alles über Film

30 Jan. 2024 20:35
#20319
Mal sehen, ob ihr diesen Film kennt...
Der Winter neigt sich schon langsam denm Ende zu (hoffentlich) und wir hatten hier noch keinen richtigen Winterfilm dieses Jahr. Aber das kann ich nachholen. Mehr Winter geht nicht!
Wir sind an einem Ort, wo der Winter nie zu Ende geht.

 
 
 
 
 
 
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Re: Gute Filme, Filmszenen zum Raten, kurz: alles über Film

30 Jan. 2024 21:54
#20320
Hab den Film sofort auf den ersten Bildern erkannt, obwohl es gut 40 Jahre her ist, dass ich ihn gesehen habe. "Das Ding aus einer anderen Welt" von John Carpenter. Ein Kumpel brachte seinerzeit die Videokassette mit und wir haben uns das Ding (Sic!) spät abends angesehen. Ein echter Schocker für damalige Verhältnisse!
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Re: Gute Filme, Filmszenen zum Raten, kurz: alles über Film

30 Jan. 2024 23:12
#20321
Genau, Tom! Alles richtig. Das ging ja jetzt schnell:

The Thing / Das Ding aus einer anderen Welt
USA 1982, Regie: John Carpenter, mit Kurt Russell u.a.

Direkt am Südpol inmitten der Antarktis liegt die ganzjährig bewohnte Amundsen-Scott-Südpolstation. Und jedes Jahr zu Beginn der Wintersaison, wenn das letzte Flugzeug abgeflogen ist und die Stations-Mannschaft wieder monatelang isoliert und auf sich selbst gestellt ist, wiederholt sich das gleiche Ritual. Die Bewohner versammeln sich für einen Kinoabend und sehen sich diesen Film und das 2011 erschienene Prequel mit dem gleichen Titel an. Die haben Nerven! Das ist etwa so, als würde man im Flugzeug 'Airport' und 'Stirb langsam 2' vorführen.

Der Film spielt natürlich auch auf einer US-Forschungsstation in der Antarktis. Eines Tages taucht dort ein norwegischer Hubschrauber auf, der offenbar einen fliehenden Schlittenhund verfolgt. Als der Hund zu den Amerikanern läuft und die Norweger trotz Warnung weiter auf ihn schiessen, wobei sie einen Amerikaner verwunden, werden sie erschossen, ihr Hubschrauber explodiert.
Die Amerikaner nehmen den Schlittenhund in ihre Station auf und entsenden zwei ihrer Leute zu der norwegischen Station, von der der Hubschrauber kam, um den Fall zu untersuchen. 
Sie finden die Station leer und verwüstet vor, alle Norweger sind tot. Sie erfahren aber aus deren Aufzeichnungen und Filmaufnahmen, dass sie ein riesiges ausserirdisches Raumschiff gefunden haben, das tausende Jahre unter dem Eis lag, sowie, dass die Station mit einer fremden parasitischen Lebensform infiziert wurde, die jede beliebige Gestalt einer anderen Lebensform annehmen kann, die sie befallen hat, wobei der Befallene einfach von innen heraus ersetzt wird.

Dieses Wissen kommt zu spät, um ein Übergreifen der Lebensform auf die US-Station zu verhindern. Der aufgenommene Schlittenhund hat sich mit allen anderen Hunden im Zwinger zu einer monströsen Kreatur verbunden, die zwar mit dem Flammenwerfer getötet werden kann, aber wie sich bald herausstellt, wurde auch mindestens einer der Wissenschaftler befallen. Obwohl immer weitere Vorsichtsmassnahmen zur Isolierung des Befalls eingeführt und Versuche unternommen werden, zu erkennen, wer befallen ist, fallen die Stationsbewohner nacheinander der Lebensform zum Opfer. Keiner traut mehr dem anderen, dem Abwehrkampf fallen immer grössere Teile der Station zum Opfer, die Verbliebenen ziehen sich auf immer kleinere Rückzugsräume zurück. Schliesslich geht es nicht einmal mehr ums nackte Überleben, sondern nur noch darum, das Wesen daran zu hindern, auch die restliche Welt noch zu befallen. Die letzten zwei Überlebenden brennen die Station nieder. Sie betrachten in einem Schneemobil das Inferno und teilen sich eine Flasche Brandy, während sie darauf warten, zu erfrieren. 
Doch sind sie überhaupt beide Menschen, oder ist einer von ihnen die Kreatur? 

Der Film entstand im Gefolge von 'Alien' (1979) und gehört zum Genre "Body Horror" oder "Gore Horror" und widmet sich ebenfalls dem Thema des Feindes im eigenen Körper, bzw. eines Angriffs von innen heraus. Die Geschichte hat nicht umsonst Züge einer sich ausbreitenden Infektionskrankheit, oder einer beginnenden tödlichen Pandemie, denn das Thema war damals durch das neuartige AIDS-Virus sehr populär. Ein wichtiges Element des Films ist die immer stärker werden de Paranoia, denn man weiss nie, wer noch normal ist bzw. ein echter Mensch und wer befallen, bzw. eine feindliche Lebensform. Die Spezialeffekte der mutierenden, verschmelzenden und sich verformenden Körper entstanden noch ohne CGI und gehören zum Besten, was an praktischen Effekten geschaffen wurde. Der Ekelfaktor ist aber nicht zu unterschätzen, der Film ist auch heute nichts für zart besaitete Gemüter.

Ennio Morricone komponierte für den Film einen für ihn ungewöhnlichen elektronischen Synthesizer- Score. Morricone war über die Zusammenarbeit mit dem Regisseur John Carpenter nicht begeistert und fühlte sich übergangen und zu wenig einbezogen. Er schilderte, wie er sowohl Kompositionen für Orchester, als auch reine Synthesizer-Stücke zur Auswahl vorlegte. Carpenter konnte selbst komponieren und schrieb normalerweise selbst die Musik zu seinen Filmen (z.B. Halloween). Als es um die Auswahl der Titelmelodie ging, wählte Carpenter schnell ein Stück aus (Morricone: "He picked one, which sounded just like him"). Morricone fragte ihn darauf, warum er ihn überhaupt engagiert habe, da er ja eigentlich alles selbst machen wollte.

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Re: Gute Filme, Filmszenen zum Raten, kurz: alles über Film

30 Jan. 2024 23:16
#20322
Habe mal eine Kritik hier reinkopiert:

„Der beste Horrorfilm aller Zeiten. Als ich noch ein Kind war habe ich diesen Film, per Zufall, das erste mal gesehen. Ich hatte danach über Jahre Albträume. Heute ist dieser Film das beste was es als Body-horror und Klaustrophobie zu bieten gibt. Das Carpenter nie für dieses Meisterwerk ausgezeichnet wurde ist eine Sünde.“

ich kann mich nur erinnern,es gab ein-oder mehrere Computer-Games darüber!
Gruß Paul

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Re: Gute Filme, Filmszenen zum Raten, kurz: alles über Film

30 Jan. 2024 23:52 - 31 Jan. 2024 00:02
#20323
Tja, der Film war zunächst ein ziemlicher Misserfolg. Wie sich zeigte, hatte das Publikum von der Welle der 'Body-Horror-Filme' genug, die sich bei blutigen, schleimigen Abscheulichkeiten immer mehr steigerten (z.B. 'Alien' oder 'Die Fliege'). Die Leute wollten einfach keine Eingeweide mehr sehen und so entstand danach zunächst auch nichts Nennenswertes mehr in diesem Bereich. Erst im Laufe der Zeit wuchs eine immer grössere Fangemeinde heran. Auch die Filmkritik erkannte erst spät die Qualität des Films und auch erst in den letzten Jahren erfährt John Carpenter die Ehre, die ihm als bedeutender Filmemacher zukommt, der mit 'Halloween', 'Die Klapperschlange' (Escape from New York) und 'The Thing' drei sehr bedeutende Klassiker des Horror- und Science-Fiction-Films erschaffen hat und noch viele weitere sehenswerte Filme.
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Letzte Änderung: 31 Jan. 2024 00:02 von andi2.

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Re: Gute Filme, Filmszenen zum Raten, kurz: alles über Film

31 Jan. 2024 07:07
#20327
Dass der Score von Ennio Morricone ist, wusste ich gar nicht und ich hätte es auch nicht vermutet, weil es ein für ihn so ganz untypischer Soundtrack ist.

Tja, auch bei mir stellte sich schnell eine "Body-Horror-Sperre" ein. Damals wurde einfach zu viel davon auf den Markt geworfen. Und ich würde mich auch nicht unbedingt als Fan dieses Genre bezeichnen. "Alien" fand ich klasse, "The thing" auch, aber zum Beispiel die Alien-Sequels schon nicht mehr. Die Body-Horror-Müdigkeit äußerte sich in meinem Freundeskreis auch in einem Running Gag: "Hast du schon "Nackt und Zerhackt Teil 95" im Kino gesehen?"

Fun Fact: Hat mal jemand den Film in der Originalfassung gesehen? Die Computerstimme stammt von einer recht bekannten Schauspielerin: Adrienne Barbeau. Sie spielte zum Beispiel auch die Radiomoderatorin in "The Fog" oder die Maggie in "Die Klapperschlange" (beide ebenfalls von John Carpenter, ihrem damaligen Ehemann) und natürlich die sexy Lamborghini-Fahrerin in "Auf dem Highway ist die Hölle los".

 
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Re: Gute Filme, Filmszenen zum Raten, kurz: alles über Film

31 Jan. 2024 19:47 - 31 Jan. 2024 20:09
#20341
Bei 'Alien' ist der Body-Horror-Aspekt, also die Invasion des menschlichen Körpers und seine Übernahme durch eine fremde parasitische Lebensform, nur ein Aspekt des Films und betrifft nur die ersten beiden Stadien des Entwicklungszyklus eines sogenannten 'Xenomorphen': Aus einem Ei schlüpft eine Larve, ein krebs- oder spinnenähnlicher 'Facehugger', der sich bei Menschen auf dem Gesicht festsetzt und sein Inneres in dessen Körper entleert. Der Facehugger stirbt dann und fällt ab. Im Körper des Menschen wächst ein kleiner Xenomorph heran, der dann den Körper zum Platzen bringt, bzw. daraus hervor bricht, wobei der Wirtsorganismus stirbt. Der Xenomorph lebt danach als Raubtier und wächst zur endgültigen Grösse heran. Vergleichbare Entwicklungszyklen findet man bei verschiedenen tierischen Parasiten, bei den Insekten etwa bei Schlupfwespen oder den Strepsiptera (Fächerflügler). 

Die fremde Lebensform in 'The Thing' hat überhaupt keine eigene Erscheinunsform. Sie nimmt jeweils das Aussehen der befallenen Lebensform an oder wuchert zu grotesken, sich immer neu umbildenden Gestalten heran (wobei offenbar Körpertypen von früher einmal befallenen Wirtsorganismen abgerufen werden). Dabei sind nicht einmal die Grenzen eines Individuums gegeben, die Lebensform kann sich in mehrere unabhängige Körper aufspalten und (wahrscheinlich: siehe Hunde im Zwinger) aus mehreren Körpern zu einer Einheit verschmelzen.

Auch dafür findet man eine gewisse Parallele unter den irdischen Organismen: die sogenannten 'Schleimpilze' (Mycetozoa), besonders in der Gattung Dictyostelium. Diese sind mikroskopisch kleine Einzeller, die sich kriechend nach Art der Amöben fortbewegen und wie diese andere Organismen fressen. Unter bestimmten Umweltbedingungen können sich tausende der zuvor unabhängigen Amöben zu einer einzigen vielzelligen Einheit (Pseudoplasmodium) zusammenschliessen, die mehrere Zentimeter gross sein kann, fast wie eine Nacktschnecke aussieht und wie eine solche herumkriecht, bis sie einen geeigneten Ort zur Ausbildung von Fruchtkörpern findet. Die heranwachsenden Fruchtkörper bestehen aus einem Stiel und einem Sporenbehälter an der Spitze, in dessen Innerem sich zahlreiche Sporen befinden. Dabei bilden sich manche Amöben zu einem teil des Stiel um, andere bilden die Wand des Sporensacks und eine dritte Gruppe wandelt sich zu den einzelligen Sporen um. Nur diese überleben und werden verbreitet, wenn der Sporensack platzt, während der Stiel und Sporensack abstirbt.

Andere Schleimpilze (Unterklasse Myxogastria) bilden flächenhafte, oft auffällig gelb oder orange gefärbte schleimige Überzüge (Plasmodien) am Waldboden, die mehrere Dezimeter gross sein können und nur aus einer einzigen Zelle mit tausenden von Zellkernen bestehen. Das Plasmodium verändert ständig langsam seine Form und bewegt sich voran, wobei es alles verdaut, was es überzieht.
Obwohl die Schleimpilze keine Organe haben, kein Nervensystem oder Gehirn, verhalten sich die Plasmodien und Pseudoplasmodien in vielen Situationen wie ein einsichtiger Organismus mit einer gewissen Intelligenz.

de.wikipedia.org/wiki/Schleimpilze





@Tom: 
Bei der Filmmusik von 'The Thing' ist nicht ganz klar, wieviel Einfluss Carpenter da genommen hat, bzw. wieviel von der Musik von Morricone stammt und wieviel von Carpenter. So wie Morricone mit Carpenter nicht gut klar kam, war auch Carpenter mit Morricone nicht recht zufrieden. 

Neben den Synthesizer-Stücken gibt es im Score auch sinfonische Kompositionen im neoromantischen Stil, die eindeutig von Morricone sind. 
Das Titelstück zu 'The Hateful Eight' von Tarantino ist eine der Kompositionen, die Morricone eigentlich für 'The Thing' geschrieben hatte und die nicht verwendet wurde.

Hier noch etwas Morricone-typisches aus dem Thing-Score:



PS: Adrienne Barbeau war schon ein richtiges Babe!
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Letzte Änderung: 31 Jan. 2024 20:09 von andi2.
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Re: Gute Filme, Filmszenen zum Raten, kurz: alles über Film

31 Jan. 2024 21:48
#20342
Vielen Dank Andi für die ganzen Infos. Pilze in all ihren Erscheinungsformen fand ich schon immer sehr faszinierend, aber diese Schleimpilze toppen natürlich nochmal alles. Vielen Dank!

Ich habe noch ein ganz kleines Filmrätsel. Nur ein Bild:

 

Cheech Marin und Jake Busey in Nebenrollen als etwas trottelige Vorstadtbullen haben den Auftrag bekommen, ein Pärchen namens Blair und Enrique vom Flughafen abzuholen. Da sie nicht wissen, wie die beiden aussehen, haben sie die Namen auf Pappe geschrieben...

Nun, wie heißt der Film? Er hat ziemlich miese Kritiken, ist aber einer der Lieblingsfilme von mir und meiner Frau.
 
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Re: Gute Filme, Filmszenen zum Raten, kurz: alles über Film

31 Jan. 2024 22:19
#20343
Da habe ich keine Ahnung... 
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Re: Gute Filme, Filmszenen zum Raten, kurz: alles über Film

01 Feb. 2024 06:44
#20346
Noch eine kleine Hilfe: Der Film basiert auf einer Story von John Grisham und ist recht gut besetzt. 
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Re: Gute Filme, Filmszenen zum Raten, kurz: alles über Film

01 Feb. 2024 06:59 - 01 Feb. 2024 07:00
#20348
Tom, bringe ein paar „alte Schinken“, da kenne ich mich besser aus!
Gruß Paul
Letzte Änderung: 01 Feb. 2024 07:00 von grafkrokolinsky.

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Re: Gute Filme, Filmszenen zum Raten, kurz: alles über Film

01 Feb. 2024 11:14
#20351
Nun ja, taufrisch ist der gesuchte Film nicht. Der kam vor knapp 20 Jahren in die Kinos.
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Re: Gute Filme, Filmszenen zum Raten, kurz: alles über Film

01 Feb. 2024 12:50
#20353
Google hat es mir verraten, den Film kenne ich aber nicht, nie gesehen.
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Re: Gute Filme, Filmszenen zum Raten, kurz: alles über Film

01 Feb. 2024 13:23
#20356
Dann löse ich mal auf, da ich denke, dass sonst niemand den Film kennt. Es handelt sich um "Verrückte Weihnachten" vom Regisseur Joe Roth. Chris Columbus hat das Drehbuch geschrieben und auch die Produktion übernommen.

Die Story: Blair (Julie Gonzalo), die Tochter von Nora (Jamie Lee Curtis) und Luther Krank (Tim Allen) tritt dem Friedenscorps bei und ist über Weihnachten nicht zuhause. Da kommt Luther der verwegene Gedanke, dieses Jahr einfach mal Weihnachten ausfallen zu lassen. Keine Party mit den Nachbarn, keine Geschenke, kein Baum, kein gar nichts! Statt dessen soll die Kohle in eine Karibik-Kreuzfahrt investiert werden!

Obwohl seine Frau Nora anfänglich nicht begeistert ist, stimmt sie dann doch zu. Allerdings haben sie nicht mit der Reaktion der Nachbarn, Kollegen und Bekannten gerechnet. Von allen Seiten nur Spott und Häme wegen des offensichtlichen "Frevels". Doch sie setzen den Plan gegen alle Widerstände um. Glauben sie zumindest. Denn nachdem sich Blair auf der Sonnenbank schon mal vorgebräunt und Luther sich einer Botox-Behandlung mit überraschenden Nebenwirkungen unterzogen hat, tritt plötzlich eine unerwartete Wendung ein: Töchterchen Blair hat im Friedenscorps den netten Latino Enrique kennengelernt und möchte diesen an Weihnachten den Eltern vorstellen. Nun ist Improvisationstalent gefragt...

Hier der offizielle Trailer, der Film wird fast jedes Weihnachten im TV gezeigt



Zugegeben, keine Perle der Unterhaltungsfilme, aber ich finde ihn dennoch recht witzig. Wer die US-amerikanische Weihnachtshysterie immer schon etwas befremdlich fand, kommt hier auf seine Kosten. Ein wenig Slapstick muss man aber mögen. Tim Allen und Jamie Lee Curtis im Weihnachtsstress, Dan Aykroyd als Vic Frohmeyer, der hiesige Blockwart. Auch Nebenrollen sind teilweise prominent besetzt, z:b. Felicity Huffman als Nachbarin Merry, Austin Pendleton als Marty, der geheimnisvolle (echte?) Weihnachtsmann oder Cheech Marin als trotteliger Bulle.

 
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